Die Zukunft von Sexurlaub

1. Juli 2010

Sexurlaub in Thailand – in welche Richtung führt die Zukunft?

Erstaunlich ist die Tatsache, dass Prostitution in Thailand eigentlich offiziell verboten ist. Und auch der Glauben, also der Buddhismus, untersagt den Handel mit sexuellen Dienstleistungen. Da ist es kaum zu begreifen, dass es in Thailand Hunderttausende Frauen gibt, die Liebesdienste anbieten, die von jedem zweiten (!) Besucher Thailands auf Interesse stoßen. Ungefähr eine Million Gäste nehmen diese Dienste in Anspruch. Diesen Zahlen liegen zwar nur grobe Schätzungen zugrunde. Doch warum ist das möglich? Das geht nur, weil im Land selbst mit dem Tatbestand „Prostitution“ sehr locker umgegangen wird. Nicht nur durch Regierung oder die Polizei, sondern vor allem von den Familien, die doch gerne das gute Geld ihrer Mädchen zur Versorgung der ganzen Familie entgegen nehmen, und – einmal daran gewöhnt – auch ungern darauf verzichten möchten. Nach außen hin wird darüber natürlich nicht geredet. Auf der anderen Seite werden viele Mädchen aus Geldnot und wirtschaftlicher Notlage heraus an Agenturen und Bordelle verkauft. Sie kommen meist aus dem Norden Thailands und landen dann in den einschlägigen Clubs in Hochburgen des thailändischen Sextourismus, also in Bangkok, Pattya oder Phuket.

Doch wo führt das hin? Mit dem Sextourismus wird in Thailand sehr viel Geld gemacht. Natürlich ist es für jeden Staat schwierig, auf einen großen Teil von Einnahmen zu verzichten. Zumal die Sextouristen ja nicht nur für die Liebesdienste ihr Geld im Lande lassen. Trotzdem stellt sich natürlich die Frage, ob es im Interesse eines Staates sein kann, dass Frauen und auch Männer auf diese Art und Weise ihr Geld verdienen müssen. Warum eröffnet die Regierung den betroffenen Menschen und ihren Familien nicht andere Möglichkeiten, mit geregelter, vernünftig bezahlter und von allen Seiten anerkannte Arbeit den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten? Hat der Staat so wenig Achtung vor dem eigenen Volk? Ja, natürlich gibt es Prostitution auf der ganzen Welt. Aber in welchem Umfang – vor allem in Thailand, ist erschreckend und beängstigend.

Und was hat sich verändert? Die „Kunden“ haben sich verändert. Nicht nur ältere Männer aus dem Westen, sondern auch junge Männer, teilweise sogar Studenten, kommen für Sexabenteuer nach Thailand. Außerdem haben der Tourismus selbst aber das Geschäft mit dem Sex schon immer von der Globalisierung profitiert. Ein normaler männlicher Single-Tourist, der irgendwo auf der Welt in ein Hotel fährt um Urlaub zu machen, kann sich plötzlich in einem Hotel wiederfinden, in dem ein akuter Frauenüberschuss besteht – und er erst mit der Zeit versteht, was dahintersteckt. Für viele mag das abschreckend sein, für viele andere aber auch die Versuchung pur.

Das Grundproblem des Sextourismus liegt in der sozialen Ungleichheit begründet. Es soll Kellerinnen geben, die bei einem 14-Stunden-Tag ein Monatsgehalt verdienen, dass andere Frauen, die den Touristen aus dem Westen ihre Sexdienste anbieten, in nur zwei, drei Stunden in der Tasche haben. Deshalb kann niemand die Menschen verurteilen, die im Sextourismus ihre Chance sehen, sich und ihre Familien über Wasser zu halten. Hinzu kommt einer starker Trend, alles zu liberalisieren. Kritik vor allem im Zusammenhang mit angeblicher Selbstbestimmung ist nicht erwünscht. Wenn aber modern sein zwangsläufig mit Liberalisierung einher eht, wird sich auch in Zukunft an der jetzigen Situation wahrscheinlich wenig ändern.

Sexurlaub in Thailand

1. Juli 2010

Lust und Gefahr beim Sextourismus in Thailand – eine explosive Mischung

Jedes Land, in dem Mann oder Frau sich als Urlauber bewegt, birgt auch gewisse Gefahren. Überfälle auf Touristen finden leider auch in Thailand statt. Auch in den Ländern, in denen der Sextourismus blüht, setzt sich der Freier ständig unterschiedlichen Gefahren aus. Die größte Gefahr ist allerdings, sich bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit HIV, also Aids, anzustecken. Trotz weltweiter Aufklärungsarbeit ist gerade der Wunsch nach ungeschütztem Verkehr für zahlreiche Männer und Frauen einer der Hauptmotivationsgründe, nach Thailand zu reisen und Prostituierte aufzusuchen. Auch wenn Sextouristen und auch die Prostituierten in Thailands Touristenzentren Gott sei Dank vernünftiger geworden sind und immer öfter die Benutzung eines Kondomes zur Bedingung für einen intimen Kontakt machen, wird damit das Problem leider nicht wirklich eingedämmt.

Das liegt vor allem an der mangelnden Aufklärung der eigenen Bevölkerung. Deshalb weiß sie immer noch viel zu wenig über Ansteckungswege und –gefahren und hat wenig Ahnung von Prävention durch Kondome. Das Fatale ist, dass sich vor allem unaufgeklärte Einheimische vermehrt mit HIV anstecken. Und oftmals wissen sie gar nicht, dass sie sich angesteckt haben – ebenso wenig wie die Prostituierten, die ihre Liebesdienste anbieten. Das hat zur Folge, dass die Zahl der Aids-Infizierten und Aids-Kranken stetig ansteigt und auch immer mehr Familien betrifft. Warum? Vorehelicher sexueller Kontakt ist tabu, deshalb gehen die Männer zu Prostituierten, um bei ihnen erste sexuelle Erfahrungen zu sammeln.

Oftmals wechseln die thailändischen Prostituierten ihrem Arbeitsplatzes und kommen aus den ländlichen Gebieten in die touristischen Sexhochburgen wie beispielsweise Pattaya. Sie wissen oft gar nicht, dass sie bereits mit HIV infiziert sind und geben so dass Virus an leichtsinnige Männer weiter. Und das geschieht aus dem fast schon naiven Glauben heraus, das Mädchen, die Westtouristen begleiten, gar kein Aids haben können. Das kann langfristig gesehen ein tödlicher Irrtum sein. Wenn man auf schnellen anonymen Sex im allgemein und auf den Sextourismus nach Thailand nicht verzichten kann, bleibt der beste Schutz die Verwendung von Kondomen – auch wenn selbst diese Maßnahme keinen 100-igen Schutz garantiert. Denn eine Ansteckungsgefahr ist ja nicht nur beim Geschlechtsverkehr gegeben. Auch bei ungeschützem Oralverkehr und anderen weit verbreiteten Sexpraktiken ist eine Ansteckung nicht auszuschließen.

Ein weiterer mittleweile auch für Deutsche in Thailand gefährlicher Aspekt ist die Kinderprostitution. Viele Sextouristen glauben, dass minderjährige Jungs und Mädchen aufgrund ihres Alters wahrscheinlich nicht mit HIV oder anderen Geschlechtskrankheiten behaftet sind. Doch das kann ein folgenschwerer Trugschluss sein. Da müsste Mann der erste sein, der mit dem Kind Kontakt hat, um das sicher sagen zu können. Da der Sextourist hierzu aber keine verlässlichen Informationen hat, ist auch hier das Risiko größer als angenommen. Hinzu kommt, dass Sextouristen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern nunmehr auch dann mit einer Strafverfolgung wegen Kindesmissbrauchs rechnen müssen, wenn sie im Ausland – bewusst oder unbewusst –diese schwerwiegende Straftat begangen haben. Vor allem in Bangkok werden Bordelle deshalb verstärkt nach Minderjährigen durchforstet. Besonders aktiv sind hier die Mitarbeiter des Kinderschutzzentrums. Mit großem Erfolg, denn die Zahl der in Thailand inhaftierten Touristen ist seit Ende der 90er Jahre sprunghaft angestiegen. Die Strafen in Deutschland liegen bei 6 Monaten bis zu 10 Jahren.

Sexurlaub

1. Juli 2010

Sexurlaub in Thailand

Motivation und Hoffnung, von beiden Seiten beleuchtet

Den Sextourismus in der heutigen Form gibt es erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Grund dafür sind der zunehmende Wohlstand der westlichen Welt wie vor allem in Amerika und Westeuropa. Und auch Japan hat sich die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung zunehmend verbessert. Auch die über die Jahre gesehenen zurückgehenden Preise für Flüge in die Metropolen Asiens, Afrikas und Südamerikas haben den Sextourismus insgesamt beflügelt. Doch was ist die Motivation der Sextouristen? Warum reisen sie um den halben Globus um dort Sex zu haben?

Zunächst sei festgestellt, dass nicht nur Männer Sexurlaub machen. Auch Frauen finden mehr und mehr Gefallen daran. Es gibt verschiedene Typen Männer und Frauen, die als Sextouristen unterwegs sind. Viele sind schon zum wiederholten Male in Thailand gewesen, manchmal haben sich die Vorlieben auch verändert. Doch die meisten Touristen und Touristinnen suchen billige, kurze sexuelle Beziehungen – entweder nur für eine Nacht oder auch mehrere Tage. Ein weiterer Grund, nach Thailand zu reisen, ist die Suche nach Sex ohne Kondom. Dass dies gerade in Hochburgen des Sextourismus wie Thailand nicht ohne Risiko ist, nehmen die meisten Männer – und auch Frauen – dann wohl in Kauf oder nicht ernst genug.
Viele Männer bevorzugen den sogenannten Girlfriendsex. Diese Art Sextourismus ist in Thailand weit verbreitet. Männer suchen hier eine Beziehung für die Dauer ihres gesamten Aufenthaltes. Sie möchten das Mädchen und deren Angehörige gerne finanziell unterstützen. Außerdem möchten diese Männer nicht das Gefühl haben, für eine oder mehrere sexuelle Leistungen zu zahlen – und finden auf diese Art eine „elegantere Lösung“. Wieder andere suchen einfach das Exotische, sei es in Thailand oder anderswo. Sie sind fasziniert von dem Liebreiz, der Schönheit der vielen Frauen und vielleicht auch von dem Klischee, dass eine Asiatin – insbesondere die Thailänderin – gehorsam, familienbezogen und stets lächelnd dem Manne zu Diensten ist. Es soll sogar Männer geben, die auf der Suche nach einer Beziehung sind, die auch nach dem Urlaub noch anhält – und vielleicht sogar zum Happy End führt. Doch das ist eher die Ausnahme. Auch die Herkunft der Sextouristen spielt eine Rolle. Männer aus den USA oder Schweden würden bestraft werden, würden sie zu Prostituierten gehen. Gerade in diesen Ländern werden oft auch Minderjährige für sexuelle Kontakte gesucht. Homosexuelle erhoffen sich, durch den Sextourismus ihre Neigung frei ausleben zu können, ohne dass sie sich in ihrer heimat offenbaren müssen.

Die Frauen, die sich den Sextouristen anbieten, kommen meist aus den ländlichen Regionen nach Bangkok, Pattya und Phuket, also in die bekanntesten Touristenzentren. Sie hoffen, durch ihre Arbeit einen wirtschaftlichen und damit auch gesellschaftlichen Aufstieg zu erlangen. Sie spekulieren entweder darauf, einen Mann zu finden, der sie versorgt. Das kann durch regelmäßige Besuche oder auch durch eine Heirat sein. Oder sie verdienen im Laufe der Jahre so viel Geld, dass sie sich später ein eigenes Geschäft leisten können, um so ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Gezwungen werden die jungen Mädchen und Frauen in den seltensten Fällen zur Prostitution, allerdings ist die schlechte ökonomische Lage für viele Frauen der Anstoss, auf diese Art Geld für den Unterhalt der gesamten Familie zu verdienen.